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Ein Schadenfeuer im März des Jahres 1905 in der heutigen Goethestraße war der Anlass, dass sich am 1. April des Jahres 25. Männer zusammenfinden, um in Neukloster ein Freiwillige Feuerwehr ins Leben zu rufen.

Am 15. Oktober 1905 konstituierte sich die Freiwillige Feuerwehr Neukloster endgültig, da die Satzung genehmigt und die Wehr vom Amt Warin anerkannt wurde. Ausgerüstet war die Wehr zunächst mit drei Handdruckspritzen für die Pferdebespannung. Die Alarmierung der Wehr erfolgte durch Blasen von Signalhörnern durch die verantwortlichen Kameraden der vier Löschbezirke. Das derzeitige Spritzenhaus in der Klosterstraße entsprach den Anforderungen nicht lange und so wurde 1910 ein neues Gerätehaus am Wiesenweg bei der Kirche übergeben. Der Ausbruch des Krieges unterbrach die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr. Die Mehrzahl der Angehörigen wurde zum Kriegsdienst eingezogen.

Im Jahre 1920 formierte sich die Wehr neu.
Das Jahr 1925 brachte den Erfolg langwieriger Verhandlungen und Bemühungen, die Freiwillige Feuerwehr Neukloster erhielt ihre erste Motorspritze. Am Tage des 25jährigen Bestehens der Wehr wurde das erste Löchfahrzeug vom damaligen Ortsvorsteher Dr. Grupe übergeben.

Durch den 1933 gegründeten Motorspritzenverband, dem außer Neukloster noch 25 weitere Gemeinden angehörten, wurde das Aufgabengebiet der Wehr entscheidend vergrößert.

1940 wurde auf dem Dachfirst des Rathauses eine Alarmsirene angebracht und an mehreren Stellen der Stadt Feuermeldestellen eingerichtet. Durch den Kriegsausgang verlor die Freiwillige Feuerwehr Neukloster sämtliche Ausrüstungsgegenstände einschließlich des Löschfahrzeuges. Es musste von vorn begonnen werden. Das Gerätehaus wurde zur Aufnahme der von der Wehrmacht zurückgelassen Ausrüstungen, die von in der Heimat gebliebenen Kameraden geborgen wurde, hergerichtet und 1949 wurde von der Stadt ein Löschfahrzeug gekauft.

1955 feiert die Freiwillige Feuerwehr ihr 50jähriges Bestehen, auf dem Marktplatz fanden Schauvorführengen statt.
1956 bildete sich in Neuklosters Feuerwehr eine Löschgruppe, Gasschutzgruppe, Katastrophenschutzgruppe, Nachrichtengruppe und eine Sanitätsgruppe heraus. Elf Wehren unterstanden zu diesem Zeitpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Neukloster. Die Leitung lag in den Händen des Kollegen Bockholdt.

1962 hatte die Freiwillige Feuerwehr eine Stärke von 44 Kameraden. Die Arbeit mit dem Aktiv "Junger Brandschutzhelfer" von 1962 bis 1968 war von großer Wichtigkeit, weil die freiwillige Feuerwehr durch sie eine einen direkten Einfluss auf die Schulen nehmen und andererseits den zukünftigen Nachwuchs heranziehen konnte.
Der vorbeugende Brandschutz galt jetzt als Schwerpunkt in der Stadt Neukloster, in allen Wohnstätten wurden Brandschutzkontrollen durchgeführt. 1962 wurde ein Frauengruppe der Freiwilligen Feuerwehr Neukloster eingerichtet.

Zur Verstärkung des Einsatzes bei Waldbränden wurden drei Einsatzgruppen der Studenten des damaligen Institut für Lehrerbildung gebildet. 1964 wurde mit dem Bau des heutigen Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr begonnen, das 1965 übergeben wurde. Es wurden neue Wasserentnahmestellen eingerichtet, Maßnahmepläne zum Schutz der Ernte erarbeitet und die alljährliche Brandschutzwoche eingeführt.

Am 4. Oktober 1982 wurde das Tanklöschfahrzeug 16 vom Kreis Wismar an die Feuerwehr übergeben. Ein zweites Löschfahrzeug wurde von der Berufsfeuerwehr Greifswald übernommen.

Kamerad Riewe trat im November 1993, nach 17 jähriger Amtszeit als Wehrleiter zurück. Kamerad Rüdiger Krasemann wurde zum neuen Wehrführer gewählt, Kamerad Börner sein Stellvertreter. 1994 hatte die Freiwillige Feuerwehr Neukloster 53 Mitglieder, das heißt 40 aktive, 4 Reserve- und 9 Ehrenmitglieder. Im März 1994 übernahm die Wehr das Katastrophenschutzfahrzeug LF16 TS8. Ein Höhepunkt des Jahres 1994 war für die Feuerwehr die 775-Jahr-Feier der Stadt. Die Kameraden nahmen am großen Festumzug teil und führten einen Amtsausscheid im Waldstadion durch. Im November 1994 gründete die Feuerwehr Neukloster nach langer Vorbereitungszeit wieder eine Jugendabteilung. Sie wurde damals durch den Kameraden Fritsche geleitet und zählte 15 Mitglieder. Im Januar 1995 übergab der damalige Bürgermeister Becker der Freiwilligen Feuerwehr ein neues Vorausrüstfahrzeug zu ihrem 90 jährigem Jubiläum, einen neuen VW Transporter. In den folgenden Jahren folgten weitere Beschaffungen von Fahrzeugen, so dass inzwischen eine moderne Fahrzeugflotte zur Verfügung steht.

2007 wird Lars Krasemann zum neuen Wehrführer gewählt.